Augen auf beim Hundekauf

Corona hat auch hier so Einiges verändert. Einsamkeit im Homeoffice, manchmal auch schlicht mehr Zeit daheim und damit für ein Tier lassen den Wunsch nach einem Hund als Gefährten größer werden. Züchter sind oft längst ausgebucht, die Tierheime fast leer, selbst über Tierschutzorganisationen ist es oft schwierig, einen passenden Hund zu finden. Da wird leider nur zu häufig ins Internet geschaut, um einen netten Welpen zu bekommen. Dieser stammt aber in zahlreichen Fällen aus osteuropäischen Ländern, die Elterntiere leben oft in scheußlichen Verhältnissen und sollen lediglich für möglichst viele, gut verkäufliche Nachkommen sorgen. Wir sehen immer wieder Impfpässe, die entweder gefälscht sind oder keine gültigen Tollwutimpfungen für den Grenzübertritt aufweisen.

Alarmierend sollte sein:

wenn Sie zwar in Deutschland kaufen, aber die Elterntiere „grade nicht da sind“

wenn der Welpe unter 15 Wochen alt ist, also keinen gültigen Tollwutschutz haben kann

wenn ein in Deutschland verkaufter jüngerer Welpe im Ausland geimpft wurde

wenn der EU-Pass nicht vollständig ist (z.B. nur einzelne Seiten, Kopien)

 

Nehmen Sie dann unbedingt Abstand vom Kauf! Idealerweise melden Sie die entsprechende Adresse gleich beim nächsten Amtstierarzt (oder in der nächstgelegenen Tierarztpraxis)

Für jedes „gerettete“ Tier kommen mehrere nach! Für den Verkäufer ist nur der Reibach interessant, das Geschäftsmodell funktioniert, solange es genügend Interessenten gibt.